Dienstag, 5. Juli 2011

Süßigkeiten aus der USA: Schwarze Doppelkekse mit Vanillecremefüllung Copycat Version

Laut Wikipedia sollen Oreo-Kekse das erste Mal 1912 in der USA auf dem Markt gekommen sein. Aber auch bei uns sind diese Kekse sehr beliebt und haben einen gewissen Kult-Status. Ein Grund sie einmal nachzubauen. Da wir keine original Oreos finden konnten, kauften wir die deutsche Version "black and white". Die Inhaltsstoffe von "black and white" sind, bis auf ein Gramm Fett mehr und einen Gramm Kohlenhydrate weniger pro 100 g, identisch mit den Oreos. Zuerst also einmal die Analyse der Konsistenz und der Zutaten. Die Kekse sind fast schwarz, sehr dünn und haben ein Ornament auf der Oberfläche. Sie sind fest, aber nicht hart und schmecken durch den leicht herben Geschmack des Kakaos nicht sehr süß. Die beliebte Vanillecreme besteht zwar nur aus Traubenzucker, Zucker, pflanzliches Fett und Aromastoff, hat aber einen sehr feinen Schmelz. Die Kekse sind 4 cm im Durchmesser. Die Creme innen hat einen Durchmesser von nur 2 cm,  auch wenn sie auf dem Verpackungsfoto größer wirkt. Die Packung enthält 25 Doppelkekse mit 161 g Keksmasse und 65 g Cremefülle (29%). Jedes Doppelkeks wiegt  ca. 9 g. Nach einigen Berechnungen und Proben, schafften wir es mit dem zweiten Anlauf eine sehr zufriedenstellende Kopie herzustellen. Hier unser Rezept:

Zutaten für 25 Doppelkekse:
16 g Kakaopulver
40 g Mehl
20 g Maisstärke
25 g Kokosfett (Zimmertemperatur)
42 g Puderzucker
20 g Wasser
2 g Backpulver
für die Vanillecreme:
41 g gekochtes Fondant (Rezept im Buch auf Seite 74)
24 g Kokosfett (Zimmertemperatur)
1 Vanilleschote

Utensilien: 1 Schüssel, 1 Kochlöffel, Backpapier, 1 gerippte Ausstechform 4 cm  Durchmesser, 1 Musterstempel der im Durchmesser etwas kleiner ist als die Ausstechform, 2 Backbleche
  1. Weiches Kokosfett mit gesiebten Puderzucker schaumig rühren.
  2. Kakao, Mehl, Maisstärke dazumischen.
  3. Wasser einrühren. Zuletzt das Backpulver darüber streuen  und einkneten.
  4. 50 kleine Kugeln formen. Eine Kugel soll etwas über 3 g wiegen.
  5. Die Kugeln auf 2 Backbleche verteilen.
  6. Backrohr auf 200 °C Ober- und Unterhitze einschalten.
  7. Ausstechform nach und nach über eine Kugel stellen. Mit dem Musterstempel die Kugel soweit flach drücken, dass sie bis in die Fugen der Ausstechform geht.
  8. Blech in die Mitte des Rohrs schieben und 7 Minuten backen.
  9. Inzwischen zweites Blech vorbereiten und dann in das Backrohr schieben.
  10. Inzwischen Kokosfett in der Schüssel schaumig rühren.
  11. Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen. In die Schüssel geben.
  12. Fondant dazugeben und alles gut schaumig rühren. Kurz in den Kühlschrank stellen.
  13. Inzwischen die Kekse paarweise mit der Unterseite nach oben auf das Backpapier legen.
  14. Aus der halbfesten Vanillecreme 25 kleine Kugeln formen und jeweils in die Mitte eines der beiden Kekse legen. Zweites Keks darauflegen und so zusammenpressen, dass die Creme ungefähr einen Durchmesser von 2 cm hat. Also nicht bis ganz nach aussen pressen.
  15. Kurz kalt stellen. Danach hält die Creme sehr gut auch ohne Kühlschrank ihre Form und kann in einer Keksdose aufbewahrt werden.
 Ausstechform und Stempel über einer Kugel plaziert
 Fertig gebackene Keksteile
Vanillecreme verteilt
Links: unsere Kopie Rechts: das "Original" (black and white)


Tipps:
  • Wer eine Ausstechform aber keinen Musterstempel hat, kann sich auch einen Stempel aus einer Kartoffel selber machen.
  • Zuerst eine Kartoffel mit einem runden Durchmesser aussuchen, die dann in die Ausstechform passt.
  • Kartoffel waschen, eventuell schälen. Wer geschickt ist, kann auch ein Muster einkerben. Mit einem Stück Alufolie so verkleiden, dass die Unterfläche völlig glatt (oder mit dem Muster) und oben das Ende der Folie zu einem Griff zusammengedreht ist. Die Alufolie dient dazu, dass man den Kartoffel-Stempel besser halten kann.
  • Ein Stück Frischhaltefolie darüber legen und ebenfalls zusammenpressen.
  • Wer kein Kokosfett im Haus hat, kann auch Butter nehmen. Schmeckt möglicher Weise besser, aber anders als das Original.
  • Die Masse ist selbst mit Digital-Waage schwer dosierbar. Also lieber erst mit 20 bis 25 Kekse rechnen.
  • Wer das Fondant nicht kochen möchte, kann sich auch einen Fix und Fertig Zuckerguss Classic - kneten, aufschneiden, fertig - besorgen. Der hat die Konsistenz von Fondant.
  • Jedes Backrohr verhält sich anders. Bei den dunklen Keksen sieht man nicht, wann sie  braun werden. Ein guter Indikator, dass die Kekse fertig sind, ist ein plötzlich starker Geruch nach Kakao in der Küche. Will man sie mehr knusprig, dann läßt man sie noch 1 Minute länger im Backrohr.
Mit diesem Blogeintrag nehmen wir an dem Blog-Event von Uwe für Dezember teil:
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

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