Dienstag, 1. September 2015

Kaju Katli (gelingsicher)


Kaju Katli ist eine marzipanähnliche Masse aus Cashewnüsse. In Indien wird sie wie Marzipan verwendet. Sie wird eingefärbt und auch zu Miniobst geformt angeboten. In unserem Kochbuch auf Seite 54 zeigten wir ein klassisches Rezept. Heute verwendeten wir wieder den klassischen Zuckersirup. Damit die Masse aber wie Marzipan länger feucht und geschmeidig bleibt habe wir etwas Frucht- und Traubenzucker zugesetzt. Wer die Süssigkeit am selben Tag noch isst, kann auch nur Zucker nehmen. Normaler Weise sind Kaju Katli eine kleine Herausforderung und benötigt einiges Fingerspitzengefühl. Mit diesem Rezept sollte es aber jeden gelingen.

Viel Spass beim Nachkochen
Anna

Zutaten für 30 bis 40 Stück:
94 g Zucker
6 g Fruchtzucker 
40 g Traubenzucker
100 g Wasser
200 g Cashewnüsse
1 TL gemahlener Kardamom
60 bis 100 g Puderzucker um die Rohmasse schnittfest zu machen

  1. Einen kleinen Teller in den Kühlschrank stellen.
  2. Cashewnüsse in einem Blender so lange mahlen bis die Cashewnüsse an der Wand kleben.
  3. Zucker, Fruchtzucker, Traubenzucker und Wasser  in einem Topf zum Kochen bringen. Solange rühren bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Kurz mit einem Deckel abdecken, damit das Kondenswasser eventuelle Zuckerkristalle am Rand des Topfes in den Sirup hineinwäscht.
  4. Deckel wieder abnehmen und weiter kochen lassen.
  5. Inzwischen den kalten Teller aus dem Kühlschrank nehmen und ab und zu eine Probe darauf tropfen lassen. Den Teller dann senkrecht halten und schauen ob der  Tropfen die Spur hält und sich zwischen den Fingern klebrig anfühlt. Dann sofort den Topf von der Herdplatte ziehen.  
  6. Cashewmehl und Kardamom in den Sirup einrühren.
  7. Masse auf ein Backpapier gießen. Die Masse ist jetzt noch sehr weich.
  8. Vollständig auskühlen lassen. Die Masse hat sich dann verfestigt. (Eventuell gut verpackt noch kurz in den Kühlschrank kalt stellen.)
  9. Nach und nach Puderzucker darauf sieben und zu einer schnittfesten Masse verkneten.
  10. Masse mit 2 Teigkarten zu einem Rechteck formen und in Stücke schneiden.
  11. Alternativ dazu kann sie in 3 Teile geteilt und 2 Teile davon beliebig eingefärbt werden. Dann die Farben in beliebiger Reihenfolge zu einer Rolle rollen. Dazu erst mit beiden Händen eine dünne Rolle rollen. Die nächste Farbe zu einem Rechteck passend in der Größe ausrollen und dann darüber rollen. Das Ganze mit der letzten Farbe wiederholen. Fertige dicke Rollen in kurze Stücke schneiden und mit der Teigkarte etwas flach drücken. Dünnere Rollen in 3 Finger dicke Stücke schneiden und die Röllchen einzeln mit einer Gabel eindrücken.
Tipps:








Donnerstag, 6. August 2015

Pfefferminztäfelchen

 

Nach soviel raschen Rezepten gibt es von uns wieder einmal etwas Anspruchsvolleres. Dünne, schokolierte Pfefferminztäfelchen aus gekochtem Fondant. Eine kleine Herausforderung. Doch das tolle Ergebnis rechtfertigt den Aufwand.

Viel Spass beim Nachkochen
Anna

Zutaten für 20 bis 30 Stück:
250 g Zucker 
32 g Traubenzucker
90 g Wasser
ein paar Tropfen Pfefferminzöl (nicht mehr als 5 Tropfen)
300 g Zartbitter- oder Vollmilchkuvertüre

  1. Vorbereitung: Eine kleine Schale mit Eiswasser (Wasser mit Eiswürfel), einen Teelöffel, ein Backblech und eine Teigkarte bereitstellen.
  2. Zucker, Traubenzucker und Wasser langsam unter Rühren zum Kochen bringen. Wenn sich dabei Zucker am Topfrand absetzt, kurz einen Deckel auf dem Topf geben bis das Kondenswasser die Zuckerkristalle zurück in den Sirup wäscht.
  3. Hitze etwas kleiner stellen und ohne umzurühren weiter kochen lassen.
  4. Alle 5 Minuten mit dem Löffel kurz in den Sirup tauchen und einen Tropfen auf einen kalten Teller geben. Mit einem Finger testen ob der Sirup sich schon klebrig anfühlt. Dann nach 3 Minuten eine Probe in das Eiswasser geben. Diese Probe jede Minute wiederholen, bis sie sich im Eiswasser zu einem kleinen Bällchen formen lässt, der ausserhalb  des Wassers sofort die Form wieder verliert. Wer einen Zuckerthermometer hat, kocht den Sirup bis 115 °C.
  5. Sirup sofort auf die Mitte des Backblechs schütten. Mit etwas Wasser die Oberfläche leicht bespritzen. Abkühlen lassen, bis sich die Masse anfassen lässt. Die Masse muss aber noch heiß sein. (43 °C)
  6. Mit der Teigkarte den glasklaren Sirup von den Kanten her zusammenschlagen. Immer wieder die zäher werdende Masse zusammenschlagen bis die ganze Masse weiß und fast fest ist. Mit den Händen nochmals gut durchkneten. Die Oberfläche hat einen seidenen Glanz und ist bereits formbar. Dieser Prozess dauert bis zu 30 Minuten.
  7. Fondant in eine kleine Metallschüssel geben und in heißes Wasser stellen. Sobald das Fondant flüssig genug ist, Pfefferminzöl einrühren.
  8. Backpapier ausbreiten. Mit einem Teelöffel längliche oder runde Spuren mit etwas Abstand ziehen.
  9. An einem zugigen Ort stellen und die Oberfläche abtrocknen lassen.
  10. Kuvertüre schmelzen und die Pfefferminztäfelchen dünn bestreichen. Schokolade fest werden lassen und die Täfelchen umdrehen. Die andere Seite mit der Kuvertüre dünn bestreichen.
Fotos für die einzelnen Schritte kann man sich hier ansehen.

Tipps:
  • Es gibt auch fertiges Fondant als Glasur zu kaufen. Trocknet aber nicht so rasch ab.
  • Wenn der Sirup über 115 °C oder bis zum harten Ball 121 °C erhitzt wurde, dann funktioniert dieser Prozess auch noch, aber wir müssen doppelt so lange und viel kräftiger die Masse durchschlagen. Also Vorsicht!
  • Die Masse kann auch in gekaufte oder selbst hergestellte Hohlkörper gegossen werden. Dazu sollte sie sich aber kühl anfühlen.
  • Die Masse auf eine runde Oblate streichen und mit einer zweiten bedecken. Dann in die Schokolade tauchen.
  • Die Masse schmeckt auch ohne Schokolade. Dann nicht erwärmen sondern mit den Händen kleine Kugeln formen, auf das Backpapier setzen und mit dem Daumen eindrücken.


Donnerstag, 30. Juli 2015

Turborezept: Marzipan-Trüffel



Wer geriebene Schokolade und geriebene Nüsse auf Vorrat in einer Büchse hat, kann schnittfeste Trüffelpralinen bei unerwarteten Besuch sozusagen im Handumdrehen zubereiten. Dazu 200 g beliebige geriebene Schokolade mit 80 g Butter und 80 g geriebenen Nüssen oder Kokosraspeln verkneten und daraus Kugeln formen. 

Hier ein Rezept mit Marzipan.

Zutaten für 24 Stück:
200 g Vollmilchschokolade
50 g Butter, streichfähig
30 g Puderzucker
50 g Rohmarzipan
ein paar Tropfen Bittermandelaroma optional
3 EL Mandelmehl oder Orangenzucker zum Wälzen
  1. Vollmilchschokolade mit einer Trommelreibe und einen feinen Einsatz in eine Schüssel reiben.
  2. Puderzucker dazu sieben und mit Bittermandelaroma vermischen.
  3. Rohmarzipan in grobe Stücke teilen und dazugeben.
  4. Butter in kleine Stückchen hinzufügen.
  5. Alles miteinander mit warmen Händen gut verkneten. 24 Kugeln formen und in Mandelmehl wälzen.
  6. Kurz in das Tiefkühlfach stellen bis sie fest geworden sind. Kann dann in einer Dose ungekühlt aufbewahrt werden.

Tipps:
  • Mandelmehl aus gehackten Mandeln mit der elektrischen Kaffeemühle mahlen.
  • Falls die Küche kalt ist, Hände eventuell über eine warme Herdplatte vorwärmen.
  • Vegan: Kokosfett statt Butter und Zartbitterschokolade statt Vollmilchschokolade.




Vorne in Orangenzucker - im Hintergrund in Mandelmehl gewälzt

Dienstag, 21. Juli 2015

Turborezept. Vanillefudge


Nachdem das Fudge mit der Haselnussschokolade so gut gelungen war, probierten wir gleich noch ein Vanillefudge mit weisser Schokolade aus. Funktionierte ebenso prima und wurde sehr lecker.

Zutaten für 30 Stück:
1/8 l Milch
1 Pkt. Vanillezucker

170 g gezuckerte Kondensmilch = 1 Tube
3 Tafeln weisse Schokolade

Utensilien: 1 Backblech, 1 Holzspachtel, 1 Pfanne, 1 Plastikform (10 x 15 cm), etwas Backpapier

  1. Mit einem Streifen Backpapier die Plastikform so auslegen, dass an beiden Längsseiten etwas von dem Backpapier heraussteht.
  2. Milch mit Vanillezucker in einer beschichteten Pfanne aufkochen und solange kochen lassen bis ein durchgezogener Kochspachtel die Spur hält.
  3. Gezuckerte Kondensmilch hinzufügen und erhitzen.
  4. Schokolade hineinlegen und etwas warten bis sie zu schmelzen beginnt.
  5. Unter Rühren mit kleiner Hitze zum Kochen bringen.
  6. 3 Minuten köcheln lassen.
  7. Zur Seite ziehen und 5 Minuten abkühlen lassen.
  8. Auf das Backblech gießen.
  9. Mt dem Holzspachtel Masse mehrmals zusammenschlagen.
  10. In die Plastikform schütten. 2 Stunden kalt stellen.
  11. Beide Backpapierenden nehmen und aus der Form ziehen.
  12. Auf ein Schneidbrett legen und in Würfel schneiden. Sind die Würfel noch klebrig, dann mit etwas Abstand auf ein Backpapier stellen und abtrocknen lassen. Dann in einer Keksdose aufbewahren.
Tipp: Wer gezuckerte Kondensmilch in der Dose hat, kann statt der Milchmischung auch einfach nur 200 g gezuckerte Kondensmilch und die Schokolade verwenden.



Sonntag, 19. Juli 2015

Turborezept: Fudge mit Haselnüssen


Fudge ist eine elegante Weise auch im Sommer und Hitze Schokolade zu genießen. Auch wenn ein Schokolade-Fudge in der Originalversion viel Fingerspitzengefühl und harte Arbeit verlangt, ist diese rasche, gelingsichere Variante geschmacklich ebenso lecker.

Viel Spass beim Nachkochen
Anna

Zutaten für 30 Stück:
200 g gezuckerte Kondensmilch
3 Tafeln Haselnussschoklade mit ganzen Haselnüssen

Utensilien: 1 Backblech, 1 Holzspachtel, 1 Pfanne, 1 Plastikform (10 x 15 cm), etwas Backpapier

  1. Mit einem Streifen Backpapier die Plastikform so auslegen, dass an beiden Längseiten etwas von dem Backpapier heraussteht.
  2. Gezuckerte Kondensmilch mit niedriger Hitze erwärmen.
  3. Zerkleinerte Schokolade darin auflösen und unter Rühren mit kleiner Hitze zum Kochen bringen.
  4. 3 Minuten köcheln lassen.
  5. Zur Seite ziehen und 5 Minuten abkühlen lassen.
  6. Auf das Backblech gießen.
  7. Mt dem Holzspachtel Masse mehrmals zusammenschlagen.
  8. In die Plastikform schütten. 2 Stunden kalt stellen.
  9. Beide Backpapierenden nehmen und aus der Form ziehen.
  10. Auf ein Schneidbrett legen und in Würfel schneiden. 


Tipp: Wer saubere Schnittflächen haben möchte, wischt das glatte Messer nach jedem Schnitt mit Küchenpapier ab.




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